Bensheim, Schul-News

Unser Foto zeigt (v.li.): Leitender Schulamtsdirektor Bernd Rippert, Leiterin der AG-Schulentwicklung Michaela Spieß, Schulleiter Wolfgang Freudenberger, Pressereferentin Michaela Wiegand.
05. Mai 2013 

Startsignal für Schulentwicklungsziele gegeben

Bernd Rippert und Wolfgang Freudenberger unterzeichnen Zielvereinbarung: Verbesserung der Unterrichtsqualität durch kooperatives Lernen und individuelle Förderung

BENSHEIM, Mai 2013 (meli), Schule entwickelt sich. Dass Schulentwicklung kein Zufallsprodukt mehr ist, das jeder einzelne Lehrer im Stillen für sich gestaltet, zeigte sich bei der Vorstellung der neuen Schulentwicklungsziele der Bensheimer Heinrich Metzendorf Schule. Am 3. Mai trafen sich der Leitende Schulamtsdirektor Bernd Rippert und der Schulleiter der Beruflichen Schule Wolfgang Freudenberger, um bei einer Pressekonferenz die Zielvereinbarungen zu Schulentwicklungszielen zwischen dem Staatlichen Schulamts und der Beruflichen Schule per Unterschrift zu bestätigen.

Die Schule hat sich dabei viel vorgenommen. Mit Blick auf die Ergebnisse der letzen Schulinspektion vom Frühjahr 2012 machte sich die Schulentwicklungsgruppe unter Leitung von Michaela Spiess an die Arbeit. Sie informierte bei einer Pressekonferenz über die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe.

Zunächst , so führte die engagierte Oberstudienräten aus, holte man von den Lehrkräften, der Schülerschaft sowie Vertretern der Elternschaft und der Ausbildungsbetriebe Ideen und Vorschläge für neue Schulentwicklungsziele ein. In einer anschließenden Befragung des Kollegiums wurden die vorgeschlagenen Ziele „kooperative Lernformen“ und „individuelle Förderung“ eindeutig favorisiert. Darüber hinaus zeigte sich ein großes Interesse an der „Sicherung und Verbesserung der Unterrichtsqualität“.

Durch das Schulentwicklungsziel „kooperatives Lernen“, erklärte Michaela Spieß, soll die Nachhaltigkeit kooperativer Lernformen gesichert werden. Damit knüpft die Heinrich Metzendorf Schule an ihr letztes Schulentwicklungsziel an und kann auf bereits vorhandene Strukturen in Lernfeld- und Klassenteams zurückgreifen. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei lernen, gemeinsam mit anderen ihren Lernprozess eigenverantwortlich zu gestalten und zu reflektieren. Sie sollen sich an kooperativen Prozessen beteiligen und ihre Lernfortschritte und Kompetenzen verbessern.

Auch der Ausbau der individuellen Förderung an der Heinrich Metzendorf Schule greift nach Michaela Spieß auf schon vorhandene Strukturen zurück. Ein Förderteam hat bereits Diagnoseinstrumente für die Fächer Deutsch und Mathematik entwickelt und erprobt, um die Voraussetzungen der Schüler zu erfassen. In Fördergesprächen und Förderplänen werden individuelle Maßnahmen und Unterstützungssysteme festgelegt, die die Schüler bis zur Prüfung begleiten. Im Rahmen dieses Schulentwicklungsziels mangelt es in erster Linie an den notwendigen Personalressourcen, um alle Auszubildenden mit Förderbedarf ausreichend unterstützen zu können.

Zur Verbesserung der Unterrichtsqualität wünschen sich viele Lehrkräfte, mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und die unmittelbare Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, so wurde an die Schulentwicklungsgruppe herangetragen. Die gute Medienausstattung der Schule kann im Unterricht noch nicht optimal genutzt werden. Wunsch ist ein besserer Einsatz der vorhandenen Hardware und Software mit dem Ziel eines störungsfreien und an den Bedürfnissen und Voraussetzungen der Schülerschaft orientierten Medieneinsatzes. Gleichzeitig soll der Unterricht durch flexible und geeignete Methoden die Schüler aktiv ins Unterrichtsgeschehen mit einbeziehen und sich auch einer Bewertung durch die Lernenden stellen.

Im Gegensatz zur vorangegangenen Schulinspektion vor fünf Jahren, in deren Folge als einziges Schulentwicklungsziel festgelegt wurde, den Anteil kooperativer Lernformen zu erhöhen, hat sich die Gesamtkonferenz der Heinrich Metzendorf Schule in diesem Jahr für drei Schulentwicklungsziele entschieden. Dies ermöglicht einerseits die Fortsetzung und Sicherung der kooperativen Lernformen im Unterricht, andererseits können gleichzeitig auch andere wichtige Vorhaben der Schule mit erhöhtem Engagement verfolgt werden. Für die Lehrkräfte besteht nun die Möglichkeit, einen Schwerpunkt nach den Bedürfnissen ihrer unterrichtlichen Tätigkeit zu setzen. Sie wählen eines der Schulentwicklungsziele aus, an dem sie in ihrem Team mitarbeiten wollen. Auf diese Weise können alle drei Schulentwicklungsziele konkretisiert, erweitert und vertieft werden.

Die Schule, das wurde bei der Pressekonferenz zu den Schulentwicklungszielen deutlich, hat sich viel vorgenommen. Motiviert durch die arbeitsintensive Vorarbeit der Lehrer in der Schulentwicklungsgruppe, will das Kollegium in Teams die Schule entwickeln und Zukunft gestalten. Es sind keine Ziele, die von oben übergestülpt wurden, sondern solche, die die Lehrer der Metzendorf Schule aus den Erfahrungen ihrer Arbeit und den Feedbacks der Schüler heraus selbst formuliert haben. Ein einstimmiges Votum bei der Gesamtkonferenz für diese Schulentwicklungsziele zeigte, dass man Ziele gemeinsam verfolgen will.

Die Unterschriften von Bernd Rippert und Wolfgang Freudenberger gaben am Freitag das Startsignal zu dieser Arbeit.