Schul-News, Seeheim-Jugenheim

Ein Theaterstück, den zum Thema „Wünsche“. Foto: S. Oelsner
24. November 2013 

Wenn Wünsche wahr werden

Im Rahmen eines Workshops der Jugendförderung Seeheim-Jugenheim „machten“ Jugendliche Theater

SEEHEIM-JUGENHEIM, November 2013 (som), Grimassen schneiden, locker werden und einfach mal anders sein, kurz: Theater machen! Der Theater-Workshop vom 21.-25. Oktober war der letzte in der Ferien-Workshop-Reihe, die für dieses Jahr von der Jugendförderung Seeheim-Jugenheim in Kooperation mit der Werkstatt Sonne e.V. angeboten wurde.

Am Freitag, den 25. Oktober wurde das Theaterstück dann vor Verwandten und Interessierten aufgeführt. „Wir hatten auch Szenen, in denen man rumschreien muss. Am Anfang ist es vielleicht peinlich, aber wenn es alle machen…“, meint Johanna (14).

Rebekka Fahrwald leitete den Workshop. Sie beschäftigt sich als Diplom-Rhythmikerin und Theaterpädagogin schon seit vielen Jahren mit Bühnenstücken. Das Thema wähle sie immer absichtlich sehr frei, erklärte sie, damit die Jugendlichen ihre eigenen kreativen Vorstellungen einbringen können.

Unter dem übergreifenden Thema „Wünsche“ hatten die Jugendlichen zunächst in Gruppen Ideen gesammelt, die dann von der Workshop-Leiterin zusammengefügt und mit Musik untermalt wurden. Kaja (12) ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Aus allen Geschichten wurde etwas herausgenommen“, sagt sie. Auch bei ihren Kursteilnehmer-Kolleginnen und -Kollegen findet diese Methode des Stücke-Schreibens viel Zustimmung: „Ich finde es gut, dass wir bei der Geschichte so viel selber mitbestimmen können“, ist auch Lena-Maries (11) Meinung.Aber auch wenn man sich, wie Jeremias (13) es beschreibt, „selber in die Personen hinein-erfunden hat“, bleibt das Spielen spannend. Im Verlauf des Workshops hatten sie auch Textimprovisation ausprobiert: „Das ist am Anfang gar nicht so leicht.“ Und auch durch Bewegungen, Haltung und Mimik kann man sehr viel ausdrücken. „Man muss nicht immer reden.“ Beim Stück ging es dann um viele Wünsche. Es zeigte verschiedene Handlungsstränge und Szenen, die zusammenliefen, sich überlappten oder ergänzten, manchmal massiv, manchmal tänzerisch. Da gab es einen Vater und seine Töchter, die Freundinnen, den Waldschratz, den Prinzen, die Prinzessin, eine Leiche im Keller und vieles mehr.

Wünschen kann jeder, aber manchmal muss man aufpassen, was man sich wünscht. Während des etwa 40 minütigen Stücks konnten die Jung-Schauspielerinnen und – Schauspieler mal freudig, mal traurig, mal hektisch, wütend und gespannt ihre neu erlangten Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Mehr Selbstbewusstsein bekomme man beim Theaterspielen auf jeden Fall, sind sich die Workshop-Teilnehmer einig. Und insgesamt fällt das Fazit unter ihnen positiv aus. Die vielen Spiele, das Geschichte-Schreiben und das „In-Verschiedene-Rollen-Schlüpfen“ hatten ihnen Spaß gemacht. Auch das Mittagessen, das jeden Tag von Cornelia Herpel-Mattutat von der Werkstatt Sonne und Mathias Itzel von der Jugendförderung Seeheim-Jugenheim zubereitet wurde, bekam ein besonderes Lob. Für die Workshop-Teilnehmer stand am Ende der Woche fest: Hier sind die Erwartungen oder „Wünsche“ erfüllt worden.