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Zu Ehren und in Gedenken an den ehemaligen Präsidenten Gustav Brücher richtete die SV Eintracht Zwingenberg ihr erstes „Gustav-Brücher-Gedächtnisturnier“ aus. Foto: soe
16. Juni 2024 

Brücher-Jugendturnier war hochkarätig besetzt

SV Eintracht Zwingenberg gedenkt ihres verstorbenen Ehrenpräsidenten

ZWINGENBERG, Juni 2024 (tt), Topwetter, viele Teilnehmer, hohes Niveau: mit dem Gustav-Uwe-Brücher-Gedächtnis-Turnier hat der Sportverein Eintracht Zwingenberg ein würdiges Sport-Event in Erinnerung an ihren Ehrenpräsidenten organisiert. Der gebürtige Bremer galt als Herz und Seele des Vereins. Er führte die Eintracht durch Höhen und Tiefen. Brücher starb am 11. September 2023 im Alter von 85 Jahren.

Die 22 Jugendmannschaften, die am 11. Mai auf dem Platz standen, ehrten neben dem sportlichen Geist auch die Werte, für die Gustav Uwe Brücher immer gestanden hat: es geht nicht nur um Tore und Siege, sondern um Respekt, Teamwork und Leidenschaft. „Diese Werte waren sein Vermächtnis, und diese werden wir weiterleben“, hieß es aus den Reihen des Vorstands um Garry James, der Brücher 2020 als Vorsitzenden beerbt hatte, nachdem der Vorgänger das Amt 24 Jahre lang innehatte. Der „Präsi“ hatte sich über vier Jahrzehnte hinweg unter anderem als Kinder-, Jugend- und Seniorentrainer und zeitweise sogar als Vereinswirt engagiert.

Die SV Eintracht freute sich über den großen Zuspruch: Insgesamt hatten sich 22 Mannschaften aus dem F-Jugend- und E-Jugend-Bereich angemeldet. Den Auftakt machte das Spiel der gastgebenden F2-Jugend gegen den SKV Hähnlein. Die Zwingenberger konnten das Match mit 1:0 gewinnen, unterlagen später aber den Kids von Concordia Gernsheim deutlich mit 4:0. Nach dem 2:1 gegen Reichenbach freuten sich die Kicker dann wieder über einen Heimsieg vor großem Publikum. Nach zwei weiteren Niederlagen landeten die Zwingenberger auf dem vierten Platz hinter dem Sieger Alsbach und den Mannschaften aus Gernsheim und Bickenbach.

In der E1-Jugend lag die Eintracht auf Rang drei hinter Germania Eberstadt und Starkenburgia Heppenheim. Kurzfristig waren die jungen Starkenburgianer der Bitte des SV Zwingenberg nachgekommen und als zusätzliche Mannschaft eingesprungen. Die Heppenheimer lobten das „tolle Sportgelände“. Alles sei super organisiert, für Abwechslung in den ohnehin kurzen Pausen sorgte eine Torwand auf dem Nebenplatz. In einem spannenden Halbfinale konnte Germania Eberstadt den Gastgeber im Neunmeterschießen bezwingen. Der Zwingenberger Trainer Heiko Böhler betonte die enorm hohe Klasse der teilnehmenden Teams: „Die Elite im Kreis Bergstraße.“ Dass so viele junge Leute aus den eigenen Teams das Turnier als Schiedsrichter begleiteten, war dem Präsidium ebenfalls ein dickes Lob wert.

Viele Teilnehmer hatten Fans und Schlachtenbummler mitgebracht, der Verkehr rund um die Sportanlage am Gießer Weg kam insbesondere um die Mittgaszeit schwer ins Stocken. Die Parkplätze der Umgebung waren belegt, was den anreisenden Gästen durchaus ein paar Nerven abverlangt hat. Doch am Ende waren alle froh und glücklich, an diesem besonderen Tag dabei gewesen zu sein. Viele Teams würdigten die gute Organisation der Eintracht sowie die Fairness und sportlichen Leistungen der einzelnen Mannschaften, die jeweils mit sechs Feldspielern und Torwart auf den Platz gingen. Gespielt wurden zwölf beziehungsweise zehn Minuten. Für Snacks und Getränke war gesorgt. Ein besonderer Dank des Vereins ging an die Familie von Gustav Brücher, die bei der Idee und Umsetzung des Turniers tatkräftig mitgeholfen hatte.

Auch Bürgermeister Holger Habich schaute auf dem Sportplatz vorbei. Bei der Siegerehrung wurde der SV von der Landtagsabgeordneten Birgit Heitland unterstützt. Für Garry James war das Turnier auch eine Werbung für den Jugendfußball. Der im April frisch wiedergewählte Vorsitzende bilanzierte eine exzellente Jugendarbeit in den vergangenen Jahren mit dem Effekt, dass der Jugendbereich in der nächsten Saison durchweg besetzt sein wird. „Zwingenberg wird als Standort für Jugendfußball immer attraktiver.“