Alsbach-Hähnlein, Startnews

Die Dorfschwestern Alsbach. Foto: soe
02. April 2026 

Dorfschwestern Alsbach: frisch, motiviert und voller Ideen

Sieben Frauen schaffen neue Treffpunkte für Gemeinschaft, Kreativität und soziales Engagement

ALSBACH-HÄHNLEIN, März 2026 (tt), Nein, es geht nicht um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Sondern um die geballte weibliche Motivation, die heimische Nachbarschaft mit frischen Ideen zu bereichern. Die Dorfschwestern sind ein echtes Herzensprojekt. Made in Alsbach. Aus dem Ort, für den Ort. Formiert von sieben Frauen, die sich lange kennen, die sich ihrer Heimat verbunden fühlen und ein geselliges Miteinander lieben.

„Wir möchten Alsbach mehr Leben bieten und die Gemeinschaft fördern“, fasst es Aneka Keller zusammen. Im Team wollen sie zeigen, wie viel Freude, Kreativität und Zusammenhalt im vermeintlich ruhigen Dorfleben stecken kann. Die Dorfschwestern möchten dazu anstiften, Alsbach zum Blühen zu bringen. „Wir hatten Lust auf etwas Neues.“

Die Frauen vereint aber nicht nur eine lange Freundschaft oder gute Bekanntschaft: die meisten haben Kinder im ähnlichen Alter, man kennt sich aus dem Gemeindeleben. Man ist lokal gut vernetzt und will etwas Nachhaltiges auf die Beine stellen. Es geht um die sinnvolle Nutzung vorhandener Ressourcen, um die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Die öffentliche Premiere war im September 2024. Der erste Ladies Basar im evangelischen Gemeindehaus war sehr gut besucht. Die Idee wurde angenommen. Motto: „Alles, was Frau braucht – oder eben nicht mehr.“

Ein Kleiderkreislauf, bei dem Textilien eine neue Besitzerin finden anstatt in der Tonne zu landen. Ein niederschwelliger Markt für Vintage- und Secondhand-Mode im Recycling-Prinzip.

Aber auch ein Forum für Frauen, um sich in entspannter Atmosphäre kennenzulernen und neue Bande zu knüpfen. Ein Erfolg, der die Dorfschwestern nicht nur begeistert, sondern auch angeregt hat, weitere Formate auszuprobieren. Über Instagram hat sich das Kollektiv schnell einen guten Namen gemacht, über 300 Follower folgen und verfolgen die Events.

Mit dem ersten Kreativ-Abendmarkt hat die Initiative einen weiteren Nerv getroffen. Die Teilnehmer boten eine facettenreiche Kollektion aus Design, Kunst und Kunsthandwerk. Gegen eine Standgebühr, wie bei einem gewöhnlichen Flohmarkt, konnte man einen Tisch buchen und Teil einer vitalen Gemeinschaft sein. Der Abendmarkt lud zum Flanieren und Kommunizieren ein, zum „Shoppen und Quatschen“ bei Sekt und Waffeln. Die Kooperation mit der Initiative „Kirche aktiv“ hatte sich bewährt und wurde fortgesetzt.Mit dem Erlös aus Standgebühren, Getränken und Waffeln wird jedes Mal ein anderes gemeinnütziges Projekt in der Region unterstützt – zum Beispiel der Verein für krebskranke und chronischkranke Kinder e. V. oder Happy Kids in Modautal.

„Wir haben Ideen ohne Ende“, sagt Lisa Ludwig. Allerdings müssen die Dorfschwestern auch schauen, wie sie ihre Pferdestärken auf den Asphalt bringen: alles wird rein ehrenamtlich gestemmt, und die jeweiligen Familien und der Beruf sollen natürlich auch nicht zu kurz kommen.

„Die Leute in Alsbach finden es toll, dass etwas in Bewegung kommt“, ergänzt Yvonne Seeger. Ebenfalls dazu gehören Karolina Seitz, Jana Balitsch-Ewald, Alexandra Herrmann und Anne Metzner. Damit sind die Dorfschwestern komplett. Aktuell ist der gemeinnützige Verein in der Gründungsphase, die Ämter sind vergeben: Aneka Keller ist Vorsitzende, Stellvertreterin ist Karolina Seitz, die Kasse wird von Yvonne Seeger verwaltet. Lisa Ludwig ist Schriftführerin. Die anderen Frauen sind als Beisitzer aktiv.

Nach einem weiteren Ladies Basar wurde im Juni letzten Jahres ein abendlicher Kreativ- und Regionalmarkt organisiert. Ein Treff zum Verweilen, Bummeln und Genießen, flankiert von Musik und netten Gesprächen. Die Dorfschwestern hatten sich als Veranstalter und gute Gastgeber etabliert. Und das Netzwerk wuchs weiter. Bei der Alsbacher Kerb waren die Frauen mit einer Bar vertreten. Es gab Snacks und sommerliche Drinks wie Prosecco oder „Dorf Spritz“. Gemeinsam mit dem FC Alsbach wurde am Waldrand das neue Jahr 2026 mit einem „Görschel-Glühen“ begrüßt.

Der erfolgreiche Basar wurde als Version „für sie und ihn“ erweitert. Der nächste steigt am 17. April von 17 bis 22 Uhr wieder an gewohnter Stelle im evangelischen Gemeindehaus an der Bickenbacher Straße. Einen Tisch kann man über WhatsApp anmelden (017622565427). Am 30. Mai geht es dann weiter mit „Mai-Light“ im Görschel, wo die Dorfschwestern mit dem FCA einen entspannten Abend bei Essen und Getränken versprechen. Und auch das restliche Jahr ist bereits verplant: vom 4. bis 6. September findet die nächste Kerb rund ums Alsbacher Rathaus statt – natürlich wieder mit einer Dorfschwestern-Bar. Der nächste Basar für Männer und Frauen öffnet am 26. September im Gemeindehaus, der Kreativmarkt ist für den 20. November an gleicher Stelle vorgesehen.

Gleichzeitig arbeiten die Frauen an den Vereinsstrukturen. Der Vorstand ist bereit, neue Mitglieder, Kooperationspartner und Unterstützer sind herzlich willkommen. Die Dorfschwestern bleiben aktiv und motiviert. Übrigens: der Name war schnell gefunden, wie Aneka Keller erklärt. Nichts gegen alle Landfrauen, doch mit dem gleichnamigen Verband wollten die Alsbacher Ladies nicht verwechselt werden.

Instagram: @dorfschwestern_alsbach