Kraków zu Gast in Seeheim
Musikalische Ausgelassenheit beim Chorkonzert in der Schuldorf-Aula
SEEHEIM-JUGENHEIM, August 2014 (sophia), Dass Musik und vor allem auch Gesang verbindet, das ist soweit nichts Neues. Dass aber am Ende alles steht oder tanzt und die Bühne wackelt, das bedarf der richtigen Stimmung, wie sich bei dem deutsch-polnischen Chorkooperationskonzert in der Schuldorf-Aula am 25. Juni zeigen sollte.
Bereits seit 29 Jahren unterhält das Schuldorf Bergstraße Kontakte und Verbindungen zu dem IV. Liceum Tadeusza Kosciuszki Kraków, einer Partnerschule in Polen. Ein Jahr vor dem Jubiläum der Partnerschaft, aber genau passend zum 60-jährigen Geburtstag des Schuldorfs, konnte nun wieder ein Austausch organisiert werden.
Einige Schülerinnen und Schüler des polnischen Schulchors „Jaszczwóry“, gemeinsam mit ihrer Chorleiterin und Betreuungslehrern, hatten die lange Reise mit dem Bus auf sich genommen, um gemeinsam mit den Schuldorf-Chören ein Konzert zu gestalten, den „ChorKids“ bis zur siebten Klasse, dem „HardChor“ für die älteren und dem „HardChor Special“ für die besonders Chor-Begeisterten.
Im Sommer letzten Jahres hatte der „HardChor Special“, gemeinsam mit der Chorleitung Anne Mohns und Burkhard Heinz und der deutschen organisatorischen Leitung, den polnischen Chor in Krakau besucht. Ronald Seffrin, Schulleiter am Schuldorf, brachte seine besondere Freude zum Ausdruck, in Dörthe Schmalenberger und Frank Zimmermann engagierte junge Kollegen gefunden zu haben, die nun von deutscher Seite die Schulpartnerschaft weiter pflegen.
An dem Konzert-Mittwoch am 25. Juni war die Aula am Schuldorf gut gefüllt. Trotz terminlicher Konkurrenz durch die WM waren knapp 300 Eltern, Schüler, Lehrer und Musikinteressierte gekommen. Eigens zu dem Konzert war auch die Schulleiterin des IV. Liceum angereist. Die Begründer der deutsch-polnischen Schul-Kooperation, die bei diesem Austausch noch aktiv mitgewirkt hatten, waren ebenfalls zugegen. Auch die Seeheimer Gemeindevertretung richtete einige Grußworte an das Publikum.
„Hit the Road, Jack“ und „Can‘t buy me love“, fetzige polnische Lieder, ein gefühlvolles „How deep is your love“ und „Music of the Night“, eine beeindruckende Aufführung der „Bohemian Rapsody“ und eine stimmgewaltige Europahymne auf Deutsch, Polnisch und Englisch zeigten ein abwechslungsreiches Programm. Bei dem gemeinsamen Abschluss-Lied „Barbara Ann“ hielt es nicht einmal mehr die letzten Reihen auf den Stühlen. Auch nach offiziellem Ende des Konzerts waren die Jugendlichen noch lange nicht „gesangsmüde“, stimmten an oder mit ein – polnische und deutsche Schüler gemeinsam. Selbst Sprachbarrieren waren da wie weggesungen.
