Moderne Standards: Übergabe des sanierten und erweiterten Feuerwehrhauses in Alsbach
ALSBACH-HÄHNLEIN, März 2026 (meli), Die offizielle Übergabe des sanierten und erweiterten Feuerwehrgebäudes in Alsbach markierte für die Gemeinde Alsbach-Hähnlein einen besonderen Moment. Neben der Landtagsabgeordneten Ina Dürr (CDU) nahmen auch der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler, Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt sowie zahlreiche Vertreter aus Gemeindevorstand, Gemeindevertretung und Feuerwehr an der Veranstaltung teil. Eingeladen hatten Bürgermeister Sebastian Bubenzer und Gemeindebrandinspektor Marc Leisinger.
Bubenzer erinnerte daran, dass der Technische Prüfdienst bereits 2013 und 2018 mehrere Mängel am Standort festgestellt hatte. Unter anderem wurden die räumliche Trennung von Umkleiden und Fahrzeughalle, Probleme bei der Verkehrsführung rund um das Feuerwehrhaus sowie fehlende Standards in der Atemschutzwerkstatt bemängelt.
Für die Gemeinde sei daher schnell klar gewesen, nicht nur kleinere Renovierungen vorzunehmen, sondern eine zukunftsfähige Lösung zu schaffen. Standards seien schließlich nicht dazu da, Papier zu füllen, sondern Menschen zu schützen – sowohl die Einsatzkräfte als auch die Bürgerinnen und Bürger.
Nachdem im Haushalt 2020 Mittel für die Planung bereitgestellt worden waren, verschaffte sich die Gemeinde zunächst einen Überblick über den tatsächlichen Sanierungsbedarf. Während der Bauphase zeigte sich jedoch immer wieder, dass an einem älteren Gebäude zusätzliche Anpassungen nötig waren. Gleichzeitig hatten sich auch einige technische Standards weiterentwickelt, sodass einzelne Planungen angepasst werden mussten. Dadurch stiegen Aufwand und Kosten stärker als ursprünglich erwartet. Die Investitionssumme belief sich schließlich auf rund drei Millionen Euro.
Auch der Bau selbst brachte einige Herausforderungen mit sich. So stand der Rohbau zu Beginn wetterbedingt unter Wasser, was den Zeitplan früh verzögerte.
Auch die Elektroarbeiten erwiesen sich als komplex. Hier unterstützte Christoph Dörr aus den Reihen der Feuerwehr, indem er die Arbeiten eng begleitete und seine fachliche Erfahrung einbrachte.
Gemeindebrandinspektor Marc Leisinger betonte, dass es für die Feuerwehr eine große organisatorische Herausforderung gewesen sei, Einsatz- und Übungsdienst parallel zum Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Mannschaft habe dies jedoch mit viel Disziplin, Engagement und Zusammenhalt gemeistert.
Gleichzeitig habe der Umbau auch Geduld und Flexibilität von den Einsatzkräften verlangt. Bubenzer hob hervor, dass Bauprojekte selten geradlinig verlaufen würden. Wichtig sei, notwendige Anpassungen rechtzeitig vorzunehmen, um später keine größeren Probleme zu bekommen. Die Feuerwehr sei schließlich das Rückgrat der Gefahrenabwehr vor Ort bei Bränden, Unwettern, Verkehrsunfällen oder technischen Hilfeleistungen. Schnelligkeit, Ausbildung, Technik und funktionierende Abläufe könnten dabei über Minuten und damit über Schäden oder sogar Leben entscheiden. Das Gebäude sei daher kein Luxus, sondern ein wichtiger Teil der Einsatzkette.
Darüber hinaus sei die Feuerwehr auch ein wichtiger gesellschaftlicher Faktor. Sie verbinde Generationen – von der Kinder- und Jugendfeuerwehr bis zur Alters- und Ehrenabteilung – und stärke den Zusammenhalt im Ort.
Durch die Sanierung stehe nun auch wieder ein nutzbarer Kameradschaftsraum zur Verfügung, der künftig für Treffen, Schulungen und gemeinsame Veranstaltungen genutzt werden könne.
Mit Blick auf die Zukunft räumte Bubenzer ein, dass steigende Anforderungen, demografische Entwicklungen und angespannte Haushalte Kommunen vor Herausforderungen stellen würden. Gerade deshalb sei es wichtig, bei Themen wie Sicherheit, Gefahrenabwehr und Unterstützung des Ehrenamts klare Prioritäten zu setzen und weiterhin klug zu investieren.
Der Bürgermeister dankte der Kommunalpolitik, den Planern, den beteiligten Firmen, der Bauleitung sowie den Mitarbeitenden der Verwaltung – insbesondere Bettina Schwalme – und der Feuerwehr für Geduld, Flexibilität und Unterstützung während der Bauphase.
Der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler ordnete das Projekt in eine Reihe weiterer Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinde ein, etwa den Neubau der evangelischen Kita Regenbogen in Hähnlein oder die neue Mensa an der Hähnleiner Grundschule.
Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt betonte, dass das modernisierte Feuerwehrhaus auch für Motivation und Nachwuchsgewinnung wichtig sei.
Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden die Gäste von der Feuerwehr Hähnlein mit einer warmen Mahlzeit aus der Feldküche – der sogenannten „Gulaschkanone“ – versorgt, bei der noch Zeit für Gespräche und einen gemeinsamen Ausklang der Veranstaltung blieb.
