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Anmut, Ausdauer und Akrobatik: Die „ROPIDZ“-Damen begeisterten das Publikum. Foto: soe
08. Mai 2015 

Neues Entree und Erkennungsmerkmal für Seeheim-Jugenheim

Mit einem Festakt wurde die Dreifelder-„Sporthalle an der Düne“ auf dem Gelände des Schuldorfs Bergstraße eingeweiht

SEEHEIM-JUGENHEIM, Mai 2015 (pem), „Sport schafft einen gesunden Geist in einen gesunden Körper.“ Viel gesunden Geist in Form von Investorenmut und Planungsentschlossenheit brauchte es, um dem Sport in der Gemeinde Seeheim-Jugenheim mehr Raum zu schaffen. Die lange Geschichte von der Idee einer Großsporthalle bis zur Realisierung ließen die Grußworte der honorigen Redner anlässlich der Einweihung der „Sporthalle an der Düne“ Revue passieren. Drei Jahre gingen ins Land, bis der Beschluss des Landkreises am Schuldorf Bergstraße eine Dreifelder-Sporthalle zur schulischen wie auch kommunalen Nutzung zu bauen, konkrete Formen annahm. In einem Realisierungswettbewerb wurde eine architektonische Lösung gesucht, die optimal die sportlichen Bedürfnisse bedient und zugleich das Ambiente des denkmalgeschützten Schulgebäudeensembles und der zum Teil naturgeschützten Kieferndünenlandschaft berücksichtigt.

„Zukunft kann man bauen“, zitierte Landrat Klaus Peter Schellhaas Antoine de Saint Exupery. Er lobte die Halle, deren äußere Streben-Kolonnade selbst an einen Nadelholzhain erinnert, als wunderbares Entree für Seeheim Jugenheim. Endlich habe nun auch das Schuldorf ein Erkennungsmal und einen Identifikationspunkt. Er sieht in der grazilen, lichten Bauweise ein Symbol für den „offenen Geist“, der in der Schule herrscht. Die Idee der „offenen Schullandschaft“, der Transparenz des Bildungsbetriebs und der Vernetzung zur lokalen Öffentlichkeit sei in der Art und Weise spürbar, wie harmonisch sich das Gebäude in die Umgebung einfügt.

Ein wahres Raumwunder wurde geschaffen, denn man hat tatsächlich den Eindruck, die Halle sei drinnen größer als draußen. Man hat sie „tiefer gelegt,“ wozu insgesamt 11.000 Kubikmeter Erde bewegt wurden. Zum ansprechend leichten Charakter trägt die Konstruktion aus 230 Kubikmeter Holz in der Decke und 720 Kubikmeter Glasfront bei. An den Kosten von 7,4 Millionen Euro hatte sich die Gemeinde mit rund 700.000 Euro beteiligt. Bürgermeister Olaf Kühn unterstrich in seiner Rede: „Wir brauchen diese Halle. Es ist kein Luxus, sondern vorausschauende Planung.“ Er begrüßte die gelungen Kooperation von Schule, Gemeinde und Land. Christel Fleischmann bestätigte aus Sicht des Landesparlaments ebenfalls die „Priorität der Investition im Sinne des hohen Stellenwertes der Bildung“. Als besonders positiv bewertete Kühn die Auswirkungen auf die Vereinslandschaft und somit das kommunale Gesellschaftsleben.

Durch die Bereitstellung neuer Trainingsflächen steigt die Attraktivität der Vereine im Allgemeinen. Günter Schriever, Vorstand des Arbeitskreises Örtlicher Vereine, bekräftigte dies.
Gerne übernahm Ronald Seffrin als Schulleiter die Aufgabe, großen Dank auszusprechen. Seine Anerkennung richtete sich an alle, die im Vorfeld mit kompetenter Planung und Organisation das Projekt auf den Weg brachten, ebenso wie allen, die tatkräftig die Realisierung voran trieben.

Von der Praxistauglichkeit des Raumes überzeugten auch gleich die Rope-Skipper mit einer Vorführung während Festaktes. Die atemberaubende Darbietung machte auch eher unsportlichen Laien die Vorzüge und die gute Qualität des Schwingbodens erkennbar. Der Schuldorf Chor tat ein Übriges, um der Freude der Schülerschaft Ausdruck zu verleihen. Eine Besonderheit des Festaktes lag darin, dass mit der Einweihung die Grundsteinlegung einher ging, die seinerzeit beim tatsächlichen Baubeginn unterblieben war.

Ursprünglich sah der Terminplan eine gemeinsame Feier des Fundamentes mit einem Parallelprojekt in Pfungstadt vor. Bedingt durch unterschiedliche Verzögerungen kam man nun für die „Sporthalle an der der Düne“ zu dieser kuriosen Einstandslösung.