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Trainer Moritz Benzing (Mitte mit Taktiktafel) gibt dem Team Anweisungen. Foto: Daniel Fuss
13. Juni 2021 

VfL Bensheim will in die 1. Regionalliga

Nach Saison-Abbruch Aufstiegsrunde mit den VfL-Basketballern | Vier Teams kämpfen um das Ticket nach oben

BENSHEIM, Juni 2021 (erh), Die Saison 2020/21 in der 2. Basketball-Regionalliga Südwest wurde Ende März ohne Wertung abgebrochen – darauf verständigten sich die Vertreter der 13 Liga-Klubs bei einer Videokonferenz. Trotz der Annullierung der regulären Runde nach wenigen absolvierten Spieltagen wird es, wie vor Beginn der Spielzeit festgelegt, einen Aufsteiger geben.

Der freie Platz in der 1. Regionalliga für 21/22 soll laut Beschluss in einer Aufstiegsrunde oder einem Aufstiegsturnier ausgespielt werden. Bis zum 15. April konnten sich Vereine der 2. Regionalliga für dieses Format anmelden. Der VfL Bensheim ist einer von vier Klubs, der sich um das Startrecht für die höhere Klasse bewirbt. Die drei Gegner des VfL in den Aufstiegsspielen sind: TuS Makkabi Frankfurt, Lich Basketball sowie die DJK Nieder-Olm.

In der Abbruch-Tabelle der 2. Regio-nalliga liegt der VfL Bensheim an der Spitze. Das Team von Trainer Moritz Benzing hat seine sechs ausgetragenen Begegnungen gewonnen. Als Vierter dieses Rankings weist Mitbewerber TuS Makkabi Frankfurt (4 Spiele/4Siege) ebenfalls eine weiße Weste auf; Lich (4/3) und Nieder-Olm (3/1) sind auf den Positionen fünf und neun gelistet.

Ein Termin für die Austragung der Aufstiegspartien war aufgrund der Ungewissheiten der Corona-Pandemie bis Anfang Mai nicht festgelegt. Christian Roth, Leiter der Abteilung Basketball beim VfL Bensheim, sah zu diesem Zeitpunkt zeitlich ausreichend Spielraum, die Play-offs im Juni durchführen zu können. „Den großen zeitlichen Druck haben wir jetzt noch nicht.“ Für die vier Teilnehmer ist mit dem Mitwirken an der Aufstiegsrunde die Anmeldung für die Saison 21/22 in der 1. und 2. Regionalliga verknüpft.

„Wir laufen dadurch nicht Gefahr, irgendwelche Fristen zu verpassen“, so Roth mit Blick auf die ungeklärte Terminierung. In der Regel beginnen die Spielzeiten in den Regionalligen Anfang bis Mitte September.

Der Modus zur Ermittlung des Aufsteigers ist noch offen. „Halbfinale und Finale mit Hin- und Rückspiel sehe ich nicht.“ Christian Roth kann sich eher eine Final-Four-Version mit Halbfinale und Finale an einem Wochenende oder an einem Tag an einem Ort unter den dann geltenden Corona-Vorschriften vorstellen. „Das würde grundsätzlich funktionieren, ist für die Spieler nach der langen Pause allerdings eine sehr hohe Belastung.“

Gewährleistet werden soll, dass die Mannschaften sich annähernd unter gleichen Bedingungen auf das Aufstiegsturnier vorbereiten können. Roth, selbst erfahrener Trainer und ehemaliger Bundesliga-Spieler, hält vier Wochen Training für „das Minimum“, um Basketballer wieder in wettkampftaugliche Form zu bringen.

Da die Regionalliga-Crew des VfL Bensheim von den Behörden nicht zum Spitzensport gezählt wird, ruht der Trainings- und Spielbetrieb Corona-bedingt seit Oktober des vergangenen Jahres. Den VfL-Cracks bleibt seitdem nur individuelles, oft Basketball-unspezifisches Üben. Wann das Teamtraining wieder aufgenommen werden kann, stand bei Redaktionsschluss nicht fest.

In der Aufstiegsrunde werden die Bensheimer mit Philip Jenkins, dem besten Scorer der 2. Regionalliga, antreten. Der US-Boy hatte sich nach Unterbrechung der Saison bereits im vergangenen Jahr in seine Heimat begeben, steht dem VfL aber weiterhin zur Verfügung. „Er sieht seine sportliche Zukunft in Deutschland und hat vor, zurückzukommen.“ Christian Roth geht insgesamt davon aus, dass Coach Moritz Benzing beim Wiedereinstieg auf alle Spieler des Kaders zurückgreifen kann.