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Gekürt als „Mister B3“ wurde Willi Hechler vom Bauamt der Stadt Zwingenberg für sein ausgezeichnetes Projektmanagement während der Bauarbeiten von Bürgermeister Holger Habich. Dafür gab es ein eigens angefertigtes Ortsschild als Präsent. Foto: soe
13. Juni 2021 

Zwingenberg ist wieder im Spiel

Sanierung der Ortsdurchfahrt seit Ende April abgeschlossen | Zeit- und Kostenplan eingehalten

ZWINGENBERG, Juni 2021 (erh), Schwarz-Rot-Gold wurde zum beliebten Objekt in Zwingenberg: Kurz nachdem Bürgermeister Holger Habich, Ulrich Kühnhold (stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher), Arno Krämer (Hessen Mobil), Carsten Hofmann (GGEW AG) und Will Hechler (Bauamt) per Scherenschnitt das bunte Eröffnungsband durchtrennt und damit die B3 offiziell für den Verkehr freigegebenen hatten, sicherten sich Souvenirjäger Streifen des Bandes als Erinnerung an die aufwendige Sanierung des rund 1000 Meter langen Abschnitts der Ortsdurchfahrt zwischen Rewe-Kreisel und der Abzweigung Alsbacher Straße.

„Es ist eine Punktlandung“, sagte Habich bei einem kleinen Festakt am 30. April auf dem Löwenplatz anlässlich der Freigabe der Strecke. Der exakte Zieleinlauf galt sowohl für den kalkulierten zeitlichen als auch für den finanziellen Rahmen der unter Vollsperrung der Hauptverkehrsader abgewickelten Maßnahme. Die für die Dauer des Projekts anberaumten 21 Monate wurden eingehalten, ebenso wie nach Stand der Dinge die auf 5,5 Millionen Euro veranschlagten Kosten. „Es sieht sehr gut aus“, sagte der Rathauschef mit Blick auf die Finanzen. Die Stadt Zwingenberg trägt mit 3,75 Millionen Euro den Löwenanteil. Das Land Hessen bezuschusst im Zuge der Verkehrsinfrastrukturförderung die Erneuerung der Gehwege mit 460.000 Euro. Der Bund als Baulast-träger der B3 steuert 1,4 Millionen zur Erneuerung der Fahrbahn bei. Die GGEW AG investierte 344.000 Euro in Versorgungsleitungen (Kanal, Wasser, Gas, Glasfaser) und den Austausch aller Laternenmasten entlang des sanierten Teilstücks.

Neben der Erneuerung der Fahrbahn und der Gehwege wurden die 78 Parkplätze auf den nun breiteren Gehwegen, die Bushaltestellen und die Begrünung neu gestaltet. Für Radfahrer wurde abschnittsweise ein Angebotsstreifen angelegt. Ein durchgehender Radweg konnte aufgrund der verfügbaren Straßenbreite nicht umgesetzt werden. „Wir haben in allen Bereichen eine für die Größe Zwingenbergs angemessene Lösung gefunden“, bilanzierte Habich.

Bei der Projektsteuerung hatte die Stadt einen neuen Weg eingeschlagen und die Bauleitung selbst übernommen. Für Zwingenberg sei das nicht einfach eine Fahrbahnsanierung, sondern „die“ Baustelle schlechthin gewesen, begründete Habich diese Entscheidung.

Um die mit der Übernahme der Rolle als Bauherr verbundenen Anforderungen an Verwaltung und Bauamt stemmen zu können, wurde mit Willi Hechler ein erfahrener Bau-Ingenieur aus dem Ruhestand für die Planungs- und Bauphase ins städtische Team geholt. Hechler erwarb sich im Laufe seiner über dreijährigen Tätigkeit den (inoffiziellen) Titel des „Mister B3“.

Im Verlauf der Bautätigkeit habe sich die Nähe des „Bauherren“ zu den Bürgern und zu den ausführenden Firmen (Ingenieurbüro Schweiger & Scholz, Strabag) ebenso bewährt wie die frühzeitige Bürgerbeteiligung und die Einbindung des Gewerbes sowie die regelmäßigen und ausführlichen Informationen für die Öffentlichkeit zu den einzelnen Schritten der Sanierung. „Es ist alles sehr harmonisch gelaufen“, so Habich weiter.
Der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Kühnhold bedankte sich bei allen Beteiligten für die geleistete Arbeit und lobte das Zusammenspiel zwischen Bürgern, Verwaltung und Stadtverordnetenversammlung. „Das hat sehr gut funktioniert. Es ist schön zu sehen, dass das umgesetzt wurde, was die Stadtverordneten beschlossen haben.“

Arno Krämer (Hessen Mobil) betonte die besondere Rolle der Stadt als Bauherr. Bei einer Baumaßnahme dieser Größenordnung liegt die Projektsteuerung normalerweise in den Händen von Hessen Mobil. Es habe sich gezeigt, dass die Stadt mit ihrer Entscheidung, die Leitung selbst zu übernehmen, richtig gelegen habe. Die Arbeit sei zur allgemeinen Zufriedenheit abgeschlossen worden. Krämer: „Es ist ein gelungenes Werk.“